Geschäftsjahr 2013/14: Zweigeteilte Entwicklung

Aktuell: Gedämpfte Erwartungen

Im Geschäftsjahr 2013/14 (1. Oktober 2013 bis 30. September 2014) verringerte sich der Umsatz der Wieland-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 2.772 Mio. Euro (Vorjahr: 2.837 Mio. Euro). Der Absatz konnte um 3,6 Prozent auf 465.000 Tonnen gesteigert werden (Vorjahr: 449.000 Tonnen). Das Ergebnis lag bei 31 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro).

Nachfrage nicht zufrieden stellend

Das Geschäftsjahr 2013/14 war von einer schwierigen Weltwirtschaftslage geprägt. Infolgedessen entwickelte sich die Nachfrage nach den Erzeugnissen der Wieland-Gruppe nicht zufrieden stellend. Während im ersten Halbjahr noch ein hohes Bedarfsniveau zu verzeichnen war, ließ der Auftragszugang ab der zweiten Hälfte deutlich nach.

Metallbedingter Umsatzrückgang

Der Umsatzrückgang resultierte aus den im Vergleich zum Vorjahr insgesamt niedrigeren Metallpreisen. So unterschritt die durchschnittliche Kupfernotierung mit einem Wert von 5.200 Euro pro Tonne den Vergleichswert des Vorjahres um 10 Prozent.

Wirtschaftliche Bedingungen

Vor allem die geopolitische Lage mit den Krisenherden Naher Osten und Ukraine wirkte sich negativ auf den Bedarf aus. Besonders betroffen waren die Länder Europas, die keine nachhaltige konjunkturelle Belebung zeigten. Der asiatische Markt entwickelte sich uneinheitlich. Trotz geringerer Dynamik erwies sich China unverändert als Wachstumsmotor in der Region. Getragen von einer stabilen Binnenkonjunktur verlief das Geschäft in Nordamerika positiv. Wesentliche Nachfrageimpulse für Wieland-Produkte kamen aus dem Automobil- und Fahrzeugbau sowie der Elektronik- und Elektrotechnikbranche.

Ergebnis

Das erwirtschaftete Ergebnis entsprach nicht den Erwartungen. Eine Ursache dafür lag im hohen Wettbewerbs- und Preisdruck in der Halbzeugbranche. Ebenfalls belastet wurde das Ergebnis durch die rückläufige Nachfrage und schwächere Anlagenauslastung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres.

Investitionen

Die Wieland-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013/14 rund 72 Mio. Euro in Sachanlagen investiert (Vorjahr: 44 Mio. Euro). Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf Einzelmaßnahmen an verschiedenen Standorten. Diese dienten vorwiegend der Optimierung der Infrastruktur, Modernisierung der Fertigungstechnik, Produktivitätssteigerung sowie Reduzierung des Energieverbrauchs.

Mitarbeiter

Die Wieland-Gruppe (Konsolidierungskreis) beschäftigte im Geschäftsjahr 2013/14 durchschnittlich 6.790 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.680), davon 4.365 in der Wieland-Werke AG (Vorjahr: 4.300). Im Wesentlichen erfolgte der Aufbau bei der Wieland-Werke AG sowie den Tochtergesellschaften in Österreich und in den USA.

Dividende

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Wieland-Werke AG am 6. März 2015 wurde eine Dividende in Höhe von 12,4 Mio. Euro ausgeschüttet. Dieser Wert entspricht dem des Vorjahres.

Gedämpfte Erwartungen

Im aktuellen Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 2014 begonnen hat, ist unverändert eine verhaltene Nachfrage zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere für Europa, das sich teilweise in einer Rezession befindet. Die beiden anderen Absatzregionen Amerika und Asien entwickeln sich nur mit mäßigem Tempo, allenfalls aus den USA kommen Wachstumsimpulse. Ein hohes Niveau zeigt vor allem die Nachfrage nach Erzeugnissen für die Automobilindustrie sowie für energieeffiziente Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau.

Vor diesem Hintergrund ist von einem Ergebnis leicht über Vorjahr auszugehen.